Beratung

Es kann Situationen geben, in denen Sie als Ausbilder*in Unterstützung und Hilfe von außen benötigen. Vielleicht suchen Sie auch den Austausch mit anderen Ausbilder*innen, die in ihren Betrieben Auszubildende mit Fluchterfahrung beschäftigen. Oder ein/e Azubi scheint Probleme zu haben, die innerhalb des beruflichen Umfelds nicht gelöst werden können.
Dafür gibt es Ansprechpartner. Und darüber hinaus Weiterbildungsangebote, deren Ziel es ist, die Qualifikationen und Kompetenzen von Ausbilder*innen zu stärken und auszubauen.

Sollten Sie als Ausbilder*in den Eindruck haben, dass ein/e Azubi aufgrund der Fluchterfahrung unter einer Traumatisierung leidet, ist externe Hilfe nötig. Um festzustellen, ob jemand tatsächlich eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) hat, sollten Sie sich an eine Stelle wenden, die therapeutische Unterstützungsmöglichkeiten für Geflüchtete anbietet.

Die „Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer“ (BAfF) führt auf ihrer Internetseite unter „Mitgliedszentren und Fördermitglieder“ die Kontaktdaten von 37 Psychosozialen Zentren, nach Bundesländern geordnet, auf.

Weitere Ansprechpartner sind die örtlichen Vertretungen des Deutschen Roten Kreuzes und der Caritasverband.

Erfahrungen austauschen, Informationen erhalten und weitergeben, gemeinsam Möglichkeiten der Unterstützung und Förderung entwickeln – das alles kann für Sie als Ausbilder*in hilfreich sein. Auf der Suche nach Mitstreitern wenden Sie sich am besten an die zuständige Industrie- und Handelskammer bzw. Handwerkskammer, deren jeweilige Ausbildungsberatung Auskunft geben kann.
Informations-und Erfahrungsaustausch bietet das Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge

In der Arbeit mit jungen Geflüchteten stehen Ausbilder*innen oft vor neuen Herausforderungen. Zahlreiche Angebote unterstützen Sie.

Die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern bieten Kurse und Workshops mit verschiedenen Themenschwerpunkten an. Zusätzlich können Sie sich einen Überblick über die Themen Junge Geflüchtete, Zuwanderer, Migranten verschaffen.

Das Portal „Forum für AusbilderInnen“ (www.foraus.de) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) informiert in einem Veranstaltungskalender über Workshops, Seminare, Tagungen, Messen sowie Weiterbildungsangebote.

Wenn Ihr Betrieb beschlossen hat, Azubis mit Fluchterfahrung einzustellen, aber noch keine geeigneten Bewerber*innen kennt, können diverse Anlaufstellen weiterhelfen: Der Arbeitgeber-Service der für Ihre Region zuständigen Agentur für Arbeit hilft nicht nur bei der Suche nach Bewerber*innen, sondern informiert auch über die Rahmenbedingungen der Beschäftigung von geflüchteten Menschen und Fördermöglichkeiten. Die Ausbildungsberater*innen der IHKs und HWKs sind ebenfalls kompetente Ansprechpartner*innen. Und Sie können sich vor Ort an kommunale Einrichtungen, gemeinnützige Vereine oder ehrenamtliche Initiativen wenden.

Die Willkommenslotsen beraten kleine und mittlere Unternehmen in allen praktischen Fragen der betrieblichen Integration von Geflüchteten – dazu gehört es auch, bei der Besetzung von offenen Ausbildungs-, Praktikums- und Arbeitsstellen zu helfen. Die Willkommenslotsen unterstützen beispielsweise dabei, Anforderungsprofile für die jeweilige Stelle zu erarbeiten oder eine Vorauswahl passender Bewerber*innen zu treffen.

Ein Angebot der Initiative Neue Qualität der Arbeit zur Zusammenarbeit mit Geflüchteten in KMU: In Arbeit
Unternehmen erhalten unkompliziert Unterstützung und Beratung von Fachleuten vor Ort: Hilfestellungen für die Praxis, Möglichkeiten zum Austausch sowie Erfahrungen aus unterschiedlichen Betrieben, Branchen und Regionen.